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Das 3-Uhr-Nachmittagstief: woher es kommt und was hilft

Gegen drei kommt die Wand — und der zweite Kaffee. Warum das keine Willensschwäche ist und was tatsächlich gegen das Tief hilft.
Der Vormittag läuft, und dann kommt gegen drei die Wand. Die Gedanken werden zäh, die Lider schwer, die Hand wandert zum Süßen oder zum zweiten Kaffee. Dieses Nachmittagstief ist kein persönliches Versagen, sondern zu einem großen Teil Biologie und Alltag.
Mehrere Faktoren treffen zusammen: ein natürlicher Einschnitt im Tagesrhythmus, ein möglicher Blutzuckerabfall nach einem kohlenhydratreichen Mittagessen und oft schlicht zu wenig Bewegung und Tageslicht. Zuckerhaltige Getränke verschärfen den Effekt, weil sie den Blutzucker erst hoch- und dann umso tiefer fallen lassen.
Was hilft, ist selten der dritte Kaffee. Wirksamer sind zehn Minuten an der frischen Luft, ein Glas Wasser, ein eiweiß- und ballaststoffbetontes Mittagessen statt der schnellen Kohlenhydrate — und ein kritischer Blick auf das, was man nachmittags trinkt.


